Monatsarchiv für Mai, 2009

Reden halten und hören

Sowohl beruflich als auch privat werden zu feierlichen Anlässen Reden gehalten. Diese ist dem Anlass angemessen und befasst sich auch inhaltlich damit. Der Redner selbst investiert viel Arbeit in seinen Vortrag, der eine entsprechende Würdigung erfahren sollte.

 

Wer eine Rede halten möchte, selbst aber nicht der Ausrichter der Veranstaltung ist, sollte den Gastgeber rechtzeitig vorab informieren. Dieser wird die Rede dann in den zeitlichen Ablauf integrieren und das Küchenpersonal auf die Planung hinweisen. Die Begrüßungsansprache selbst wird vom Gastgeber gehalten- das gilt sowohl im privaten als auch im beruflichen Bereich. In der Regel begrüßt der Gastgeber die Anwesenden beim Aperitif, spätestens aber nach der ersten Vorspeise. Weitere Reden folgen in größerem zeitlichen Abstand und erst nach dem Hauptgang. Erst wenn alle Gäste fertig gegessen haben und Teller und Bestecke abgeräumt wurde, kann der Redner um die Aufmerksamkeit der Gäste bitten. Dazu reicht es, sich zu erheben, das bekannte Klopfen an das Glas ist überholt! Auch Sitznachbarn sollten davon absehen, auf diese Weise auf die Rede aufmerksam machen zu wollen. Die Gäste sind dazu angehalten, ihre eigenen Gespräche während der Rede einzustellen, auch die Getränke sollten aus Höflichkeit bis zum gemeinsamen Prosten stehen bleiben. Das Küchenpersonal wird in der Zeit der Rede weder abräumen noch Getränke ausschenken, so dass dem Redner das Interesse aller Gäste zukommt.

 

Ein guter Redner hält seine Rede frei. So hat er die Möglichkeit, den Zuhörern in die Augen zu sehen und sich ihnen einzeln zuzuwenden. Inhaltlich sollte eine Rede dem Anlass angemessen ausfallen und nach Möglichkeit den Gastgeber direkt einbeziehen. Eine kurze und prägnante Rede kommt besser an, denn sie beansprucht die Aufmerksamkeit der Gäste nicht über Gebühr. Als Faustregel gilt, dass eine Rede, die mehr als zehn Minuten dauert, als langweilig empfunden wird. Gesagt werden darf nahezu alles, jedoch sollte Kritik weder direkt noch indirekt ausgesprochen werden. Auch beschämende Ereignisse sollten Außenstehenden nicht in einem solchen Rahmen preisgegeben werden. Lustige Anekdoten dagegen lockern die Rede auf und erheitern die Hörer.

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