Monatsarchiv für März, 2009

Do`s und Dont`s im Restaurant

Ein Essen im Restaurant gehört für viele Menschen zu einer der schönsten Annehmlichkeiten des Lebens. Einmal nicht selber kochen und später abspülen müssen und sich einfach bedienen lassen entschädigt für den Stress im Alltag. Doch so ein Aufenthalt im Restaurant birgt manche verborgenen Regeln, die nichts mit dem eigentlichen Verzehr der Speisen zu tun haben.

 

Gleich ob das Essen mit dem Partner, im Freundeskreis oder mit Geschäftspartnern eingenommen werden soll, in der Regel geht derjenige voran, der den Tisch bestellt hat. Wurde keiner reserviert, geht derjenige vorne weg, der die Einladung ausgesprochen hat. Um die anderen Gäste nicht zu stören, sollte die Unterhaltung während des Gangs zum Tisch und auch später beim geselligen Zusammensitzen eine eher gedämpfte Lautstärke aufweisen. Jacken und Mäntel gehören an die Garderobe, damit diese nicht während des Gehens an den Stühlen oder gar an den Gästen selber hängen bleiben.

Ganz gleich, wie sorgsam man sich für das Essen zurecht gemacht hat oder wie schön das Kleid ist: Im Restaurant gilt vornehme Zurückhaltung. Unnötige Gänge oder auffälliges Posieren gehören nicht in diesen Rahmen.

Sollten sich Bekannte zu derselben Zeit in dem Restaurant aufhalten, genügt ein kurzer Gruß. Es ist nicht unbedingt nötig, alle miteinander bekannt zu machen oder gar um einen gemeinsamen Tisch zu bitten. In jedem Fall gehört der bevorstehende Abend ganz allein der derzeitigen Begleitung, andere Bekannte können zu einem anderen Zeitpunkt getroffen werden.

 

Bei der Wahl der Speise steht oft die Frage nach dem Preis unausgesprochen im Raum. Sofern jeder für sich selber zahlt, kann auch jeder wählen was er möchte. Übernimmt jedoch eine einzelne Person am Ende die gesamte Rechnung, gibt diese auch den ungefähren Kostenrahmen vor. Dies sollte auf eine eher subtile Weise geschehen, zum Beispiel mit dem Hinweis auf eine besondere Menüfolge. Bei Fragen zu einem einzelnen Gericht sollte der Kellner mit einer dezenten Geste herbeigerufen werden. Es ist keineswegs unangebracht, bei Unklarheiten nachzufragen, vor allem dann, wenn die Karte Fachausdrücke oder der Gast auf bestimmte Lebensmittel allergisch reagiert. Unangebracht ist lediglich, den Kellner mit einem lauten Ruf auf sich aufmerksam zu machen.

 

Diese wichtigen Voraussetzungen für einen gelungenen Abend sollten auch dann eingehalten werden, wenn es sich bei dem Restaurant nicht um ein besonders hochwertiges handelt. Der Akt des Essengehens an sich sollte zelebriert werden, das passende Umfeld wird maßgeblich von den Gästen selber mitbestimmt.

jetzt kommentieren? 27. März 2009

Benehmen am Buffet

Gleich ob im Urlaub, bei einer Hochzeit oder bei der Betriebsfeier, Speisen werden oft in Buffetform angeboten. Die Vorteile sprechen deutlich für diese Form, denn jeder Gast kann sich selber aussuchen, was er gerne essen möchte und auch die Menge an den Hunger anpassen. Das Prinzip ist dabei recht einfach. Jeder nimmt sich einen der bereitstehenden Teller und kann sich nach Herzenslust bedienen. Kalte und warme Vorspeisen, Salate, Fleisch- und Fischgerichte sowie Beilagen stehen für jeden bereit. Auch für den süßen oder herzhaften Nachtisch ist gesorgt. Doch obwohl es so einfach ist, fallen viele Gäste durch ein wenig positives Verhalten auf.

 

Ausrichter von Buffets kennen sich gut aus, welche Menge für welche Personenzahl ausreichend ist. Entsprechend wird immer genug Essen für alle zur Verfügung stehen. Es ist also nicht nötig, den Teller zu sehr zu füllen. Beim ersten Gang sollte ganz in Ruhe mit dem Salat oder einer der Vorspeisen begonnen werden, auch im Anschluss ist von den warmen Hauptgerichten noch mehr als genug vorhanden. Es fällt sehr negativ auf, wenn ein Gast sich den Teller sehr voll lädt und anschließend die Hälfte stehen lässt. Besser ist es, das Buffet mehrmals aufzusuchen und vielleicht auch verschiedene Speisen zu kosten. Für jeden Gang kann sich der Gast einen neuen Teller nehmen. Speisen, die ausdrücklich für Vegetarier bereitgestellt werden, sollten von fleischessenden Gästen nicht genommen werden, denn diese werden in der Regel in kleinerer Menge gereicht. Da Vegetarier nicht auf die anderen Bestandteile des Buffets ausweichen können, sollte für sie ausreichend zur Verfügung stehen.

Jede Speise hat ein eigenes Vorlegebesteck. Dieses sollte unbedingt bei der vorgesehenen Speise belassen werden. Auch das Auffüllen mit der eigenen Gabel sollte unterbleiben.

 

Ebenfalls nicht gern gesehen ist drängeln. Oft kommt es an einem Buffet zu längeren Schlangen, da die Gäste oftmals ein wenig brauchen, bis sie sich für eine Speise entscheiden können. Wer nicht in der Schlange stehen möchte, sollte an seinem Platz einige Minuten warten, bis der erste Anlauf sich auflöst und erst dann an das Buffet gehen. Alternativ kann das Warten in der Schlange auch genutzt werden, um ein kleines Gespräch mit den anderen Gästen zu beginnen.

jetzt kommentieren? 24. März 2009

Das Verhalten in Großraumbüros

In vielen Dienstleistungsunternehmen sitzen die Mitarbeiter nicht in kleinen Räumen, die sie sich mit einem oder zwei Kollegen teilen, sondern in Großraumbüros. Hier finden oftmals bis zu fünfzig Menschen in einem einzigen Raum Platz. Die Schreibtische stehen nebeneinander, Sichtschutzwände bieten ein klein wenig Privatsphäre. Vor allem in Call Centern oder im Backoffice findet sich diese Form des Büros sehr häufig.

 

In der Regel sind die Großraumbüros sehr gut ausgestattet. Jeder Mitarbeiter hat einen ausreichend großen Schreibtisch, einen abschließbaren Spind und wird mit allen benötigten Arbeitsmaterialien ausgestattet. Die große Nähe zu den anderen Kollegen setzt jedoch einige besondere Verhaltensregeln voraus, damit es nicht zu Schwierigkeiten kommt.

Meist werden kurze Gespräche mit den Kollegen durchaus gutgeheißen. Mitarbeiter, die sich verstehen, kommen lieber zur Arbeit und helfen sich untereinander. Jeder Einzelne sollte jedoch darauf achten, dass die Unterhaltungen in einem gedämpften Tonfall geführt werden, damit der Geräuschpegel im Büro nicht zu sehr ansteigt. Vor allem dann, wenn in dem Raum auch viele Kundentelefonate geführt werden, ist Ruhe ungemein wichtig. Bittet einer der Kollegen um mehr Ruhe, sollte seinem Wunsch ohne Diskussion nachgekommen werden.

Entsprechend sollte der Arbeitsplatz bei Arbeitsbeginn und -ende möglichst leise aufgesucht und verlassen werden. Lautes Geklapper mit Geschirr oder auch Guten Morgen-Rufe an entfernt sitzende Kollegen stören die Mitarbeiter, die bereits konzentriert arbeiten.

Für ausgedehnte Gespräche stehen in allen Gebäuden entsprechende Tee- und Pausenräume zr Verfügung.

 

Auch das Lüften und Heizen ist oft Thema in großen Büros, da der Einzelne immer Abstriche machen muss. Kurzes, stoßweises Lüften hat sich gut bewährt, da frische Luft hereinkommt, längerer Zug jedoch vermieden wird. Personen, denen es schnell zu warm wird sollten im Winter zugunsten ihrer frierenden Kollegen auf leichtere Kleidung zurückgreifen, statt ihren Drang nach Kühle durch Dauerlüften umzusetzen.

 

Darüber hinaus herrscht in den meisten Großraumbüros die Regel, dass Mobiltelefone ausgeschaltet sein sollten. Zwar kann das Telefon ruhig an sein, aus Rücksicht auf die Kollegen sollte jedoch der Klingelton auf stumm geschaltet werden. Ankommende Anrufe können auch über den Vibrationsalarm bemerkt werden. Private Gespräche sollten jedoch in den Pausen und nicht am Arbeitsplatz geführt werden.

jetzt kommentieren? 17. März 2009

Der Knigge verbessert die Unterrichtssituation

Der Beruf des Lehrers oder des Dozenten wird von vielen Menschen als ein recht leichter betrachtet. Oftmals jedoch liegen die Nerven der lehrenden Personen blank, denn die Lautstärke in den Klassenzimmern, die Unaufmerksamkeit der Schüler und Studenten und deren allgemeines Betragen sind schwer auszuhalten. Dabei ist es nicht der Stoff an sich, den zu lernen die Schüler sich weigern, vielmehr mangelt es an der richtigen Kommunikation zwischen Lehrern und Schülern. Zwar möchten die Lehrer den Unterrichtsinhalt schülergerecht präsentieren, jedoch wird in der Ausbildung selten darauf eingegangen, wie dieses Vorhaben umgesetzt werden kann.

 

Jede lehrende Person sollte den Stoff angemessen vermitteln. Wesentlich dabei ist die Anpassung an die Schüler, denn Kinder lernen anders als Erwachsene. So stehen Grundschullehrer oftmals vor ganz anderen Schwierigkeiten als Lehrer in der Berufsschule. Freie Trainer bieten Lehrgänge und Seminare an, in denen Lehrenden Konzepte an die Hand gegeben werden, wie sie ihren Unterricht verbessern können. Grundlage ist meist das Standardwerk für Umgangsformen - der Knigge- und die darin enthaltenen allgemeine Thesen zum menschlichen Miteinander. Sicherlich befasst sich der Knigge nicht im eigentlichen Sinn mit der Unterrichtsituation oder der Didaktik, dennoch können einige der Grundlagen abgewandelt werden. Bereits die Einhaltung der elementaren Kommunikationsregeln kann große Änderungen im Unterricht bewirken. Durch die aktive Einbindung der Schüler kann der Unterricht interaktiv gestaltet werden, die Schüler können eigene Ergebnisse erarbeiten und gewinnen darüber an Sicherheit und Selbstvertrauen. Dies ist der wesentliche Punkt der Seminare für Lehrende, denn die bloße Präsentation der Inhalte führt zu keiner Verinnerlichung des Unterrichtsstoffs. Werden die Schüler dagegen aktiv dazu angehalten, selber Ergebnisse zu erzielen, kann der Stoff besser vermittelt werden.

 

In den Seminaren wird den Lehrenden erklärt, wie die Schüler zu einer selbständigen Arbeit motiviert werden können und wie sie den eigenen Unterrichtsablauf gestalten sollten. Neben der allgemeinen Didaktik werden auch Kommunikationsmittel präsentiert, die auf verschiedene Zielgruppen angewendet werden können. So können die Lehrenden ihren Unterricht ergebnisorientiert vorbereiten und ihn gleichzeitig an die Klasse anpassen.

jetzt kommentieren? 01. März 2009