Monatsarchiv für Februar, 2009

Rücksichtnahme im Straßenverkehr

Der „Knigge” gilt inzwischen als das Standardwerk des guten Benehmens. Hierin finden sich die Grundlagen des menschlichen Miteinanders und vor allem die Grundbegriffe der richtigen Umgangsformen. Bekannt geworden ist der „Knigge” vor allem durch die sorgfältig abgefassten Regeln zu den Tischmanieren, jedoch umfasst der Inhalt weit mehr als nur diese Hinweise.

 

Die allgemeinen Feststellungen zum Umgang mit anderen Menschen lassen sich auf nahezu jede Situation im Leben übertragen. Grundsätzlich sollte jederzeit der Respekt vor den Mitmenschen die eigenen Handlungen bestimmen. Leider jedoch wird in der Eile, die unseren Alltag beherrscht, oft vergessen, anderen höflich zu begegnen. Vor allem im Straßenverkehr kommt es immer wieder zu unangenehmen Aufeinandertreffen. Besonders aufreibend sind längere Strecken über die Autobahn, denn hier wird häufig rücksichtslos gedrängelt. Unsichere und ängstliche Fahrer geraten so oft in Situationen, die sie kaum beherrschen. Ruckartiges Spurwechseln ohne auf den Mindestabstand zu achten, kann alle beteiligten Fahrer in Gefahr bringen und sollte entsprechend vermieden werden.

 

Wer sich in sein Auto setzt, sollte sich bewusst machen, dass sich sein Verhalten auch auf andere Verkehrsteilnehmer auswirkt. Andere Autofahrer, vor allem aber Fußgänger oder Fahrradfahrer sollten als aktiver Part des Verkehrs betrachtet und höflich behandelt werden. Ganz gleich, wie eilig man es selber hat- Vorfahrtsregeln und Geschwindigkeitsbegrenzungen müssen beachtet werden. Diese sorgen nicht nur für den geregelten Ablauf des Verkehrs, sondern erfüllen eine schützenden Zweck. Vor allem in Zonen, in denen langsam gefahren werden soll, sollte jeder Autofahrer vermehrt Acht geben, denn hier handelt es sich oft um Wohngebiete, in denen viele Kinder leben oder auch um Anliegerstraßen zu Schulen und Kindergärten. Gerade Kinder benötigen besondere Aufmerksamkeit, denn sie können die Geschwindigkeit der nahenden Fahrzeuge noch nicht einschätzen.

 

Autofahrer sollten sich außerdem bewusst machen, wie sie selbst den Verkehr erleben, wenn sie zu Fuß unterwegs sind. Jeder Autofahrer ist auch Fußgänger, andersherum besitzt jedoch nicht jeder Fußgänger auch einen Führerschein. Entsprechend kann nicht vorausgesetzt werden, dass Fußgänger und Fahrradfahrer die Situation des Fahrzeugführers beurteilen können. Rücksichtnahme auf Andere sollte das oberste Gebot sein, denn nur so ist gewährleistet, dass alle Verkehrsteilnehmer heil und gesund am Ziel ankommen.

jetzt kommentieren? 22. Februar 2009

Tipps für den Griechenlandurlaub

Andere Länder, andere Sitten- was mit diesem prägnanten Satz so einfach gesagt ist, kann in der Realität schnell in Schwierigkeiten ausarten. So kann das typisch deutsche Verhalten auf Reisen im Ausland schnell negativ aufgefasst werden. Zwar wird es selten Situationen geben, in denen aus dem falschen Auftreten echte Probleme resultieren, jedoch kann es durchaus sein, dass der Kontakt zu den Einheimischen dadurch erschwert wird. Es lohnt deshalb immer, vor der Reise einige Informationen zu dem besuchten Volk einzuholen.

 

Griechenland ist ein sehr beliebtes Reiseland; dass die Griechen sehr offen und herzlich auf Fremde zugehen, unterstützt die Beliebtheit sicherlich zu einem guten Teil. Die Fröhlichkeit der Einheimischen springt schnell auf Touristen über, und Gespräche ergeben sich sehr häufig. Die Sprachbarriere wird durch ausladendes Gestikulieren und einem Kauderwelsch aus Griechisch und Englisch überwunden, und unversehens steckt der Reisende in einer angeregten Plauderei. Die Griechen interessieren sich sehr für ihre Gegenüber und stellen viele Fragen, andersherum genießen sie es jedoch auch, im Mittelpunkt zu stehen und geben gerne und ausführlich über sich selbst Auskunft. Aus der Liebe zum Austausch resultiert oft auch eine gewisse Lautstärke, denn oft reden alle durcheinander. Wer hier die deutsche Zurückhaltung pflegt und darauf wartet, dass der Gegenüber fertig ist, kommt oft nicht mehr zu Wort. Griechen empfinden es nicht durchweg als unhöflich, wenn sie unterbrochen werden sondern fassen es als Interesse an dem Gespräch auf. Je nach Thema sollte dennoch darauf geachtet werden, dass der andere seinen Standpunkt vertreten konnte. Politik und Religion sind auch in Griechenland Themen, die möglichst umgangen werden sollten, besser eignet sich das Wetter oder ein Gespräch über die bereits in Griechenland verbrachte Zeit. Lob über ihr schönes Land hören alle Griechen gerne, damit muss also nicht gespart werden.

 

Wer sich bemüht, einige Wörter Griechisch zu verwenden, gewinnt schnell die Zuneigung der Einheimischen. Manchmal resultieren aus einem unverfänglichen Gespräch auch Einladungen- diese abzulehnen wird schnell als eine Beleidigung gewertet. In jedem Fall sollte sich der Besuch an die angegebene Uhrzeit halten und sich nicht deutlich verspäten. Gastgeschenke sind gern gesehen, aber werden nicht vorausgesetzt. Von spontanen und unangekündigten Besuchen sollte abgesehen werden, denn Griechen genießen ihre Ruhe in den eigenen vier Wänden. Treffpunkte für größere Gruppen liegen meist in Tavernen oder Bars, wo jeder kommt und geht wann es ihm beliebt. Wer eingeladen wird, sollte Hunger mitbringen, denn die Griechen lieben die Bewirtung von Gästen. Das Mahl ist in der Regel sehr reichhaltig. Darüber hinaus trinken die Griechen gerne in geselliger Runde, deshalb kann es sinnvoll sein, die Rückreise zum Hotel mit dem Taxi zu bestreiten.

jetzt kommentieren? 15. Februar 2009

Kommunikation im Unternehmen

„Man kann nicht nicht kommunizieren”, das stellte bereits Paul Watzlawick fest. Gemeint ist damit, dass jeder Mensch in jeder Minute des Tages mit seiner Umwelt im Austausch steht. Allein die Gestik und Mimik untermauern den aktuellen Zustand einer Person, die Kleidung ist Ausdruck der Persönlichkeit und des Empfindens, und auch der Schmuck sendet Signale an die Mitmenschen. Festgehalten werden kann dies beispielweise von einem Fotograf Köln. Jedes dieser kleinen Signale wird von anderen Menschen aufgenommen und bewertet. Kommunikation ist demnach keine rein verbale Angelegenheit, und auch ohne überhaupt ein Wort miteinander gewechselt zu haben, können zwei Menschen schon Abneigungen gegeneinander aufbauen.

Gerade in Unternehmen kommt der zwischenmenschlichen Kommunikation eine große Bedeutung zu. Hier treffen Menschen aufeinander, die sich möglicherweise im Alltag aus dem Weg gegangen wären, und sie müssen miteinander produktiv arbeiten können. In der Regel entstehen keine großen Schwierigkeiten aus kleineren Differenzen; an manchen Punkten jedoch treffen die persönlichen Eindrücke negativ aufeinander und unterbinden jede fruchtbare Zusammenarbeit. Hier kann ein Trainer Abhilfe schaffen, der den Unternehmensalltag begleitet und die Kommunikationsstrategien der einzelnen Mitarbeiter bewertet. Meist beobachtet der Trainer die kommunikativen Situationen zwischen den Angestellten und wohnt sowohl der Mittagspause als auch den Meetings bei. Auch die kleinen Gespräche in der Küche oder im Flur werden von ihm in seine Beobachtungen aufgenommen.

Im Anschluss daran hält der Trainer eine allgemeine Einführung in das Thema Kommunikation- bewusst erst, nachdem er seine Untersuchung des Ist-Zustands abgeschlossen hat, damit sich keiner der Mitarbeiter zu verstellen sucht. Hier werden allgemeine Körpersignale erläutert und auf deren Wirkung eingegangen. Allein die Präsentation und das damit einhergehende Bewusstwerden bringen Änderungen mit sich. Auch Strategien der verbalen Kommunikation werden angesprochen. In Einzel- und Gruppengesprächen vermittelt der Trainer seine gewonnen Eindrücke und schafft so eine Basis für Änderungen. Auch Rollenspiele verdeutlichen die Problematik der unbewussten negativen Kommunikation. Dadurch schafft ein Kommunikationstrainer in wenigen Stunden ein verbessertes Arbeitsklima, das nicht durch ablehnende Gestik beeinflusst wird und öffnet so einer kreativen Zusammenarbeit die Tür.

jetzt kommentieren? 09. Februar 2009