Monatsarchiv für Oktober, 2008

Der Knigge für den Gentleman

Zu Lebzeiten Adolph Freiherr Knigges drehte sich die Gesellschaft vor allem um den Mann. Die Gattin war zwar auf Empfängen gerne als Begleitung gesehen, doch selten war sie mehr als schmückendes Beiwerk. Das zumindest hat sich heute verändert, denn Frauen nehmen wichtige Positionen in großen Unternehmen ein. Nicht verändert hat sich der Anspruch an den Mann, in jeder Situation das angemessene Benehmen zu zeigen und immer dem Anlass entsprechend gekleidet zu sein. An der „Mode” für den Mann im Beruf hat sich nicht grundlegend etwas verändert, lediglich die Schnitte der Anzüge und Smokings wurden leicht variiert. Doch welche Farbe wird zu welchem Anlass getragen, wann greift der Mann zur Fliege und welche Schuhe gehören zu welchem Outfit? Antworten darauf findet der Mann im Knigge für den Gentleman, denn es gibt einige elementare Regeln für die Wahl der Kleidung.

Gerade Männer mit Berufen, der viel Kontakt zu wichtigen Geschäftskunden beinhaltet, sollten über eine größere Auswahl an Anzügen verfügen. Im Idealfall sind die Anzüge maßgeschneidert. Wer einen Anzug von der Stange kauft, sollte einen erfahrenen Verkäufer zu Hilfe bitten, denn dieser kann den optimal sitzenden Anzug heraussuchen. Die Farben sollten möglichst gedeckt ausfallen und zum Typ passen. Schlichte einfarbige Anzüge oder Anzüge mit Nadelstreifen passen zu nahezu jedem Anlass.

Die Basisausstattung an Schuhen sollte zwei Paar schwarze und ein Paar braune Lederschuhe umfassen. Es ist darauf zu achten, dass es sich um echtes Leder handelt, denn Lederimitat hat nicht dieselbe Qualität und wird schnell als Imitat erkannt. An den Schuhen sollte demnach kein Abstrich gemacht werden. Die Grundausstattung kann um beliebig viele Freizeitschuhe erweitert werden.

Der Knigge für den Mann bietet viele Anhaltspunkte in Bezug auf die angemessene Kleidung. Grundsätzlich ist es besser, zu gut gekleidet zu sein als dadurch aufzufallen, dass die Kleidung nicht dem Anlass entspricht. Darüber hinaus findet der Gentleman im Knigge auch wichtige Hinweise auf das korrekte Auftreten in Gesellschaften.

jetzt kommentieren? 31. Oktober 2008

Mit dem Knigge zum Bewerbungsgespräch

Ein Bewerbungsgespräch stellt hohe Anforderungen an den Bewerber, denn in der meist sehr kurzen Zeit muss dieser sich dem potentiellen Arbeitgeber von der besten Seite präsentieren. Viele Komponenten sind dabei wichtig, um einen guten Eindruck zu hinterlassen. Welche das sind und mit welchem Auftreten der Bewerber sich bei dem Gespräch im besten Licht präsentieren kann, steht im Knigge für Bewerbungsgespräche. Viele Werke sind inzwischen bereits zu diesem Thema erschienen, einige kürzer, einige ausführlicher. Zu welchen man greift, wird durch die bereits vorhandene Erfahrung bedingt. Personen, die bereits mehrere Bewerbungsgespräche durchlaufen haben und vielleicht sogar Erfolg hatten, suchen meist nur nach Ergänzungen. Hier bietet sich eine kürzere Ausgabe des Bewerbungs-Knigges an. Die längeren Werke sprechen vor allem Bewerbungsneulinge an und gehen ausführlich auf die richtige Kleidung und die einzelnen Eckpunkte eines solchen Gesprächs ein. Besonders viel Aufmerksamkeit wird dabei der Begrüßung und die ersten Momente gelegt, denn vor allem der erste Eindruck entscheidet. Wer sicher auf seinen Gegenüber zugeht und eine positive Ausstrahlung hat, bekommt schnell einen „Fuß in die Tür”. Oftmals wird dann auch ein kleines Manko im Lebenslauf gerne übersehen. Wer zu einem Gespräch eingeladen wird, hat bereits durch seinen Werdegang überzeugt, oftmals wird darauf gar nicht mehr eingegangen. Der potentielle Arbeitgeber möchte die in die engere Wahl gekommenen Kandidaten in dem Bewerbungsgespräch näher kennen lernen und prüfen, welcher gut in sein Unternehmen passen könnte. Eben deshalb spielt vor allem das Auftreten die zentrale Rolle.

Gerade schüchterne Menschen tun sich schwer mit einer Bewerbungssituation. Schließlich hängt viel vom Erfolg ab, das Gespräch ist gleichsam der erste Schritt ins Berufsleben. Eine zusätzliche Hilfe bieten Bewerbungsseminare. Diese werden von freien Knigge-Trainern, Volkshochschulen oder auch von Gemeinden regelmäßig angeboten und sollten vor allem schüchternen Personen helfen, sich richtig auf das Gespräch vorzubereiten. In kleinen Rollenspielen wird verdeutlicht, worauf es ankommt. Da die Teilnehmerzahl bei solchen Seminaren beschränkt ist, erhält jeder der Teilnehmer genug Aufmerksamkeit. Alle aufkommenden Fragen werden beantwortet und jede Situation einmal vorgestellt.

So vorbereitet kann bei dem Gespräch gar nichts mehr schief gehen.

jetzt kommentieren? 29. Oktober 2008

Der Knigge für den Email-Schriftverkehr

Die Email löst zunehmend den Brief oder die Postkarte als Kommunikationsmittel im Alltag ab. Der Hauptgrund ist sicherlich die enorme Zeitersparnis, da der Weg zum Briefkasten oder zur Post entfällt und auch die Übersendung an den Empfänger deutlich schneller geht. Jedoch wirkt die Email dadurch auch sehr viel weniger formell, was sich nicht selten in der Sprache des Inhalts niederschlägt. Jeder, der die Email auch für den beruflichen Schriftverkehr nutzt, sollte sich bewusst machen, dass der Adressat dennoch eine möglichst fehlerfreie und vor allem höfliche Email erwartet. Der Knigge für den Email-Verkehr gibt Aufschluss darüber, wie der Inhalt formuliert werden sollte und welche Möglichkeiten es gibt, wichtige Dinge deutlich hervorzuheben, ohne dabei unhöflich aufgenommen zu werden.

Bereits die Betreffzeile der Email sollte entsprechend dem Inhalt gefüllt werden. Eine Email ohne Betreff wird oft später gelesen, da der Empfänger nicht ausmachen kann, ob der Inhalt wichtig für ihn ist. In der Absenderzeile sollte in jedem Fall der Vor- und Zuname des Absenders stehen, dies muss gegebenenfalls in der Konfiguration des Emailprogramms geändert werden.

Der Text selbst sollte kurz gehalten werden, ohne wichtige Informationen zu unterschlagen. Der Knigge für Email-Schriftverkehr geht außerdem darauf ein, welche Formulierungen per se vermieden werden sollten, da sie entweder überflüssig sind oder eine negative Auffassung beim Leser hervorrufen könnten. Für einen besseren Überblick sollten außerdem genügend Absätze eingefügt werden. Zu viele Absätze reißen dagegen zusammengehörige Inhalte auseinander und erschweren die Aufnahme des Inhalts.

Grundsätzlich sollte eine Email ähnlich einem Brief formuliert sein. Eingerahmt wird der Text durch die formelle Anrede und einen korrekten Endgruß. Dazu wird am Fuß der Email außerdem eine Signatur eingefügt, in der die Kontaktdaten des Absenders enthalten sind. Die Signatur ersetzt bei der Email die entfallene Kopfzeile.

Der Knigge für das Schreiben von Emails geht über diese formellen Punkte hinaus auch auf die Möglichkeiten ein, wie Groß- und Kleinschreibung und Fettdruck gehandhabt werden sollten. Gerade für Personen, die noch nicht lange mit der Email offiziellen Schriftverkehr erledigen, ist der Email-Knigge ein hilfreicher Ratgeber.

jetzt kommentieren? 29. Oktober 2008

Gesellschaften richtig ausrichten

Adolph Freiherr Knigge beschäftigte sich zu seinem Lebzeiten mit dem korrekten Auftreten anderen Mitmenschen gegenüber. Seine Feststellungen sollten keineswegs als Regeln aufgefasst werden, seine Beobachtungen hatten einen schlicht soziologischen Charakter. Dennoch wurden sie zu einer Art Vorlage des richtigen Benehmens, denn- so stellte Knigge fest- die korrekten Umgangsformen erleichtern das Miteinander ungemein und schaffen ein angenehmes Klima in der Gesellschaft.

Demzufolge wird vor allem in der Öffentlichkeit danach gestrebt, dem Ideal zu entsprechen. Gerade bei Einladungen zu Gesellschaften oder anderen eleganten Anlässen ist das Auftreten äußerst wichtig, denn nicht selten hängt an diesem auch das Ansehen im Beruf. Der Gastgeber sollte mit gutem Beispiel voran gehen und sich um eine möglichst ausgefeilte Ausführung bemühen.

Den Anfang macht die Einladung, die meist schriftlich an die Gäste verschickt wird. Diese sollte möglichst frühzeitig ausgegeben werden und alle wichtigen Daten bezüglich des Datums und der Uhrzeit und auch einen Hinweis auf die Kleiderordnung enthalten. Die Planung der eigentlichen Veranstaltungen macht den größten Teil der Arbeit aus. Das Ziel ist, der Gesellschaft einen leichten Anstrich zu verleihen, denn der Gast sollte nicht merken, wie viel Zeit und Mühe die Organisatoren darauf verwendet haben.

Bei sehr festlichen Anlässen wird den Gästen ein Menü gereicht. Hier sollten mehrere Varianten zur Wahl stehen. Dazu passend wird Wein serviert, Wasser steht zur eigenen Bedienung auf dem Tisch. Bei eher lockeren Gesellschaften kann auch auf ein Buffet zurückgegriffen werden. Der Vorteil ist hier, dass für jeden Geschmack etwas geboten wird. Der Nachteil ist jedoch, dass am Tisch ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Neben der Wahl des Essens ist vor allem die Sitzordnung wichtig. Gerade bei beruflichen Anlässen ist die Entscheidung, wer bei wem sitzen soll, nicht immer leicht.

Der Gastgeber sollte zudem einen Ablaufplan erstellen, wann Reden gehalten und Raucherpausen eingelegt werden. Es ist durchaus sinnvoll, diesen Plan frühzeitig zu entwerfen und ihn den Einladungen beizulegen. Kleiner Änderungen können dann immer noch vorgenommen werden.

Wer zum ersten Mal eine große Veranstaltung ausrichtet, findet in einem Ratgeber wichtige Anhaltspunkte. Hier wird auch darauf hingewiesen, welche Form der Empfang der Gäste haben sollte- frei nach Knigge, versteht sich.

jetzt kommentieren? 28. Oktober 2008

Der Begrüßungs-Knigge

Immer wieder wird betont, wie wichtig der erste Eindruck ist. Ganz wesentlich dafür ist die Begrüßung, denn hier treten die Menschen meist erstmals näher aneinander heran. Bei der Begrüßung wird entschieden, ob der Gegenüber einem sympathisch ist oder nicht- und zwar in Bruchteilen von Sekunden. Vor allem deshalb hat sich Adolph Freiherr Knigge so besonders mit den verschiedenen Begrüßungsritualen auseinander gesetzt.

Wichtig ist, dass die Begrüßung angemessen ausfällt, Fremde sollten nicht überschwänglich umarmt, Bekannte nicht mit einem kurzen Kopfnicken abgekanzelt werden. Ein großer Unterschied besteht zwischen Begrüßungen, die im privaten Umfeld stattfinden, und Begrüßungen von beruflichen Kollegen und Geschäftspartnern. Im Berufsleben entscheidet die Stellung im Unternehmen, wer zuerst gegrüßt wird. Die Formel, dass erst die Damen und dann die Herren begrüßt werden, ist damit hinfällig. Gewöhnlich wird bei offiziellen Anlässen die Begrüßung mit Händeschütteln gewählt, lediglich im täglichen Umgang entfällt diese Formalität.

Begrüßungen von Freunden und Bekannten sind um einiges variabler. Adolph Freiherr Knigges Ratschläge sind inzwischen überholt, denn die Umarmung gehört längst nicht mehr in den Familienkreis, und auch freundschaftliche Begrüßungsküsse auf die Wange sind in die deutsche Kultur übernommen worden. Zu den Lebzeiten Knigges war daran nicht zu denken, denn vor 250 Jahren sah der gesellschaftliche Umgang noch anders aus. Deshalb wurden die neuen Ausgaben des „Knigge”, in dem die allgemein anerkannten Umgangsformen vorgestellt und diskutiert werden, entsprechend angepasst. Hier findet der Leser auch Anregungen bezüglich der Anrede- und Begrüßungsformeln, denn auch der verbale Kontakt ist entscheidend für die Entwicklung von Sympathien und Antipathien. Eine einfache Floskel ruft beim Gegenüber selten das Gefühl hervor, dass seine Anwesenheit wirklich erwünscht ist. Deshalb ist es ratsam, die Begrüßung mit einigen persönlichen Worten zu ergänzen. Sehr wichtig dabei ist, dass während der Begrüßung Blickkontakt gehalten und die Sätze nicht gestottert werden. Für unsichere Menschen bietet sich der Besuch eines Knigge-Seminars an, in dem von der Begrüßung bis zur Verabschiedung verschiedene denkbare Situationen aufgegriffen und mittels Rollenspielen nachgestellt werden. Auf diese Weise können die Teilnehmer im Selbstversuch erfahren, welche Begrüßung positiv aufgenommen wird.

jetzt kommentieren? 28. Oktober 2008

Der Klima-Knigge

Wie sehr das Wort „Knigge”, wie das Werk Adolph Freiherr Knigges abkürzend genannt wird, inzwischen zu einem für sich stehendem Begriff geworden ist, lässt sich vor allem daran feststellen, dass es auch auf Themen angewandt wird, die mit dem Inhalt des Buches nichts gemein haben. Eines der diversen Beispiele ist der Klima-Knigge. Hier wird der Begriff „Knigge” auf ein politisch und gesellschaftlich sehr brisantes Thema bezogen, einen soziologischen Inhalt im Klima-Knigge sucht der Leser jedoch vergebens. Einmal mehr steht der Begriff nur noch als Synonym für angepasstes und richtiges Verhalten der Menschen. Die Intention des Mannes, der den „Knigge” vielmehr als Richtlinien für ein unkompliziertes menschliches Miteinander konzipierte, geht im Klima-Knigge verloren. Dennoch: wer sich intensiv mit dem Klima-Knigge auseinander setzt, entdeckt die Parallelen. Denn im Vordergrund stehen wieder das Verhalten des Einzelnen und die Auswirkungen auf die Umwelt. Das Buch appelliert an die Eigenverantwortung der Menschen und gibt viele nützliche Tipps, auf welche Weise die persönlichen Annehmlichkeiten erhalten werden können, ohne dass deshalb das Klima in Mitleidenschaft gezogen wird. Darüber hinaus stellt es den angewandten Klimaschutz so vor, dass der Leser sich animiert fühlt, Gutes für die Umwelt zu tun, vor allem deshalb, weil die vorgestellten Maßnahmen ohne großen Aufwand umsetzbar sind.

In den Jahren zwischen dem Erscheinen von Freiherr Knigges soziologisch ausgeprägtem Werk über das Zusammenleben hat sich vieles verändert. Der Mensch trägt in seinem Verhalten nicht nur Verantwortung seinen direkten Mitmenschen gegenüber, sondern in Bezug auf den Generationenvertrag auch gegenüber seinen Nachkommen. Diese sollten die Welt in einem Zustand vorfinden, der ein Leben ermöglicht. Deshalb gehört nunmehr zum guten Benehmen längst nicht mehr nur die Höflichkeit den Zeitgenossen gegenüber, sondern auch ein Vorausdenken für die Menschen, die noch kommen. Aus diesem Blickwinkel betrachtet ist der Name „Klima-Knigge” für das Buch nicht schlecht gewählt, denn schon aus diesem Titel wird deutlich, dass Klimaschutz jedem ein ernstes Anliegen sein sollte.

jetzt kommentieren? 27. Oktober 2008

Knigge-Wissen online überprüfen

Wohl jeder Mensch denkt von sich selbst, dass er sich in den meisten Umfeldern sicher bewegen kann und über das Basiswissen des guten Benehmens verfügt. Viele Internetportale bieten nun die Möglichkeit, die eigene Versiertheit mit verschiedenen Situationen zu überprüfen. Grundlage der Tests sind die Regeln, die in dem Buch „Der große Knigge” festgehalten sind, die Fragen, die beantwortet werden müssen, beziehen sich auf unterschiedlichste Situationen des Alltags und stellen den Nutzer nicht selten vor große Probleme. Wer bezahlt bei einem Geschäftsessen, wann darf bei einem Empfang geraucht werden und welche Vorgaben hinsichtlich Kleidung und Schmuck sollten eingehalten werden? Die Fragen der Online-Knigge-Tests decken nahezu alle Bereiche des Lebens ab. Einige Tests befassen sich auch nur mit den Umgangsformen im beruflichen Umfeld. Gerade wer viel Umgang mit Kunden hat, kann sein Wissen mittels eines solchen Tests auf Lücken überprüfen. Die Wahrscheinlichkeit, an einigen der Fragen zu scheitern ist sehr groß, da die dargestellten Situationen recht speziell ausfallen. Gute Tests bieten zu den Antworten weiterführende Hintergrundinformationen und erklären, warum das vorgegebene Verhalten als höflich angesehen wird.

Aus den Test geht auch hervor, welche Höflichkeitsfloskeln in der Kommunikation inzwischen als veraltet angesehen werden und nicht mehr genutzt werden. Vor allem an diesen Beispielen lässt sich erkennen, dass die Grundlagen des guten Benehmens, die Adolph Freiherr Knigge vor 250 Jahren in seinem Werk „Über den Umgang mit Menschen” festhielt, zwar durchaus noch Aktualität besitzen, jedoch dem Wandel der Zeit angepasst wurden. Höflichkeit anderen Menschen gegenüber unterliegt stetiger Änderung und sollte deshalb nicht als ein stabiles Konstrukt aus Regeln aufgefasst werden, sondern vielmehr flexibel bleiben.

Wen das eigene Ergebnis erschreckt, kann in dem Buch „Der große Knigge” alles nachlesen. Eine andere Möglichkeit, das Wissen um das korrekte Betragen aufzufrischen, ist ein Fernstudium. Einige Institute bieten den Knigge als mehrmonatiges Lernprogramm an. In regelmäßigen Abständen erhält der Teilnehmer Lektionen zu den wichtigsten Themen, die gründlich durchgearbeitet werden müssen. Das daraus gewonnene Wissen kann leicht im Alltag Stück für Stück umgesetzt werden.

jetzt kommentieren? 24. Oktober 2008

Der Knigge für die USA

Immer mehr Menschen ziehen ins Ausland, um dort zu leben und zu arbeiten. Gerade die USA zieht aufgrund der Größe und der vielfältigen Möglichkeiten viele Auswanderer an. Doch der Start ins neue Leben gestaltet sich nicht immer leicht. Wer sich für diesen großen Schritt entscheidet und Deutschland hinter sich lässt, sollte sich vorher gut darüber informieren, was ihn in den USA erwartet und wie er sich verhalten sollte, damit der Neuanfang gelingt. Inzwischen gibt es diverse Knigge-Ratgeber, die Urlaubern und auch Auswanderern nahe legen, welches Auftreten in den USA akzeptiert wird und womit man eher peinlich berührte Blicke auf sich zieht.

Amerikaner gehen freundlich auf andere Menschen zu. Schnell ergeben sich kurze Gespräche, und auch die Frage nach dem Befinden des Gegenübers gehört zum Smalltalk. Diese Frage ist jedoch eine Floskel und sollte keineswegs als Aufforderung verstanden werden, wirklich zu erzählen, wie es geht. Auch wenn oberflächliche Bekanntschaften schnell geknüpft werden, der Weg zu einer Freundschaft ist in den USA dagegen länger.

Hinsichtlich der Kleidung besteht kein großer Unterschied zu Deutschland. In der Freizeit kleiden sich die Amerikaner eher lässig und sportlich, für das Büro ist gegebenenfalls auch ein Hemd oder ein Anzug Pflicht. Hier sollte man sich wie auch in Deutschland den Gepflogenheiten im Unternehmen anpassen. Jedoch ist es in vielen amerikanischen Staaten nicht gern gesehen, wenn zu viel nackte Haut gezeigt wird. Auch an sehr warmen Tagen werden eher T-Shirts und knielange Beinkleider getragen, gerade Frauen sollten besser auf sehr knappe Oberteile kombiniert mit kurzen Röcken verzichten.

Wer in die USA auswandert, sollte die Vorstellung des leicht verdienten Geldes ablegen. Auch in Amerika muss für das Auskommen hart gearbeitet werden. Die Arbeitstage sind lang, zehn Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme. Dagegen sind die Bedingungen für Selbständige etwas besser, da auch ungewöhnliche Ideen positiv aufgenommen werden. Doch auch in den USA müssen dafür die entsprechenden Bescheinigungen bei den Ämtern eingeholt werden.

Ein Neuanfang in Amerika ist mit weniger Barrieren behaftet als in anderen Ländern, da die ohnehin bereits sehr gemischte Bevölkerung Fremden gegenüber sehr offen ist. Dennoch sollte vor der Abreise ein Minimum an grundlegenden Informationen eingeholt werden, damit die Eingliederung in das neue Umfeld reibungslos gelingt.

jetzt kommentieren? 24. Oktober 2008

Knigge-Trainer werden

Anstand und richtiges Benehmen anderen gegenüber öffnen Türen und sind Wegbereiter für eine gute Zusammenarbeit. Alle notwendigen Kenntnisse können Interessierte in Seminaren zu den verschiedensten Themen erlangen. Egal, ob es sich um die korrekten Tischmanieren, das höfliche Verhalten in Gesellschaften oder die richtige Präsentation der eigenen Person in Bewerbungsgesprächen geht- für jeden Bereich gibt es speziell ausgebildete Trainer, die Schulungen anbieten. Grundlage der Schulungen sind in den meisten Fällen die Erkenntnisse Adolph Freiherr Knigges, die auf die jeweiligen behandelten Themen zugeschnitten werden. Bei der Wahl der Seminare sollte darauf geachtet werden, dass dieses auch von einem zertifizierten Trainer angeboten wird, denn grundsätzlich können diese Schulungen von jedem durchgeführt werden. Nur bei speziell ausgebildeten Trainern jedoch werden die Inhalte auch ordentlich aufbereitet und umsetzbar vermittelt.

Trainer, die eine Zertifizierung für Knigge-Seminare vorweisen können, haben eine entsprechende Ausbildung bei einer Akademie absolviert. Für die Ausbildung zum Trainer für Knigge-Grundlagen müssen mehrere Seminare des Ausbildungsinstituts erfolgreich absolviert werden. In diesen werden den zukünftigen Trainern nicht nur die Grundlagen der Theorie Knigges vermittelt, sondern auch verschiedene didaktische Mittel erklärt. Das Ziel ist es, den freiberuflichen Trainern beizubringen, in welcher Weise sie ihr Wissen so an die Teilnehmer ihrer Schulungen bringen können, dass sie diese nicht nur verstehen, sondern auch anwenden können. Weiterer Inhalt der vorbereitenden Schulungen auf die spätere Trainertätigkeit ist die Vorbereitung der Seminare. Dazu gehören neben einer gelungenen Ankündigung auch die Suche nach einem geeigneten Ausführungsort und das Management der eingehenden Anmeldungen.

Jeder, der Interesse hat, sich als Trainer für Knigge-Seminare ausbilden zu lassen, kann dies ohne Weiters tun. Verschiedene Akademien bieten entsprechende Ausbildungen an. In den meisten Fällen ist die Ausbildung mit Kosten in unterschiedlicher Höhe verbunden, zumindest die Seminarteilnahme muss bezahlt werden. Für die Tätigkeit als freiberuflicher Trainer müssen außerdem ein Gewerbe angemeldet und auch Steuern abgeführt werden. Dafür jedoch kann die Arbeit als Knigge-Trainer auch mit einem festen Job verbunden werden, da die Seminare zumeist über Wochenenden oder Feiertage angeboten werden.

jetzt kommentieren? 23. Oktober 2008

Der Knigge

Adolph Freiherr Knigge wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts geboren und befasste sich neben diversen anderen Themen mit dem Umgang der Menschen untereinander unter soziologischen Gesichtspunkten. Das aus seinen Beobachtungen entstandene Werk „Über den Umgang mit Menschen” erschien noch lange nach seinem Tod in mehreren Neuauflagen und ist heute schlicht als der „Knigge” bekannt. Leider ist der heutigen, sehr stark veränderten Ausgabe seines Buches kaum etwas von dem ursprünglichen Inhalt geblieben. Inzwischen verbinden die Menschen mit dem Namen Knigge vor allem Regeln über das richtige Benehmen am Tisch, darüber hinaus vielleicht noch Anhaltspunkte für das richtige Auftreten in einer Gesellschaft. Gerade wegen der Meinung, der Knigge schreibe verbindliche Verhaltensformen vor, können viele dem Werk nichts abgewinnen. Dass jedoch nur der Name des Autors fälschlicherweise für Bücher übernommen wurde, die sich mit Benimmregeln auseinander setzen, ist meistens nicht bekannt.

Adolph Freiherr Knigge beschäftigte sich zwar mit menschlichen Umgangsformen, jedoch hinsichtlich eines Mindestmaßes an Höflichkeit, die das Miteinander erleichtert. Seine Gesichtspunkte lagen nicht auf Benimmvorgaben für den einzelnen, sondern vielmehr auf einer schlichten Untersuchung, auf welchen Grundlagen ein gutes Auskommen mit anderen Personen gewährleistet ist. Im Laufe der Zeit wurde die Absicht Knigges mehr und mehr verzerrt. Heute werden unter seinem Namen für jeden gesellschaftlichen Bereich Regelwerke veröffentlicht, auch für jene, die es zu seinen Lebzeiten nicht gab. So gibt es inzwischen Bücher über die Umgangsformen im Internet, über den richtigen Gebrauch eines Mobiltelefons in der Öffentlichkeit und sogar einen „Knigge” für Hunde. Die Inhalte dieser Ratgeber haben zwar wenig mit dem Werk Knigges zu tun, trotzdem verbindet ihre Grundlage sie mit diesem, denn sie geben Ratschläge, welches Verhalten von anderen Menschen als höflich aufgefasst wird. Leider fehlt den Ratgebern oftmals der explizite Hinweis darauf, weshalb die Umsetzung der elementaren Regeln so wichtig ist und welche Auswirkung diese auf die Wahrnehmung der eigenen Person in der Öffentlichkeit haben kann. Daher wird der Knigge als bloße Verhaltensvorgabe aufgefasst, und das ist wohl in erster Linie der Grund, weshalb dieser Name in unserer Gesellschaft oftmals so wenig Achtung findet.

jetzt kommentieren? 22. Oktober 2008

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