Posts gespeichert unter 'Ratschläge'

Als Student jobben: So vermeidet man Ärger und Missverständnisse

Welcher Student kennt das nicht? Die Studiengebühren sind fällig, der Vermieter will endlich sein Geld, die (wieder mal viel zu hohe) Stromrechnung muss beglichen werden, außerdem will man in den Semesterferien ja auch noch ein paar Wochen in Urlaub fahren. Was tut der angehende Akademiker, der keinen reichen Vater oder wohlhabende Oma hat, in einer solchen Situation? Richtig, er besorgt sich einen Job. Irgendeinen, egal, was für Tätigkeiten er beinhaltet. Wichtig ist nur, dass er Geld einbringt.

Eins ist allerdings auch klar: Ein Zuckerschlecken sind solche Studentenjobs häufig nicht. Vor allem dann nicht, wenn der angehende Rechtsanwalt, Zahnarzt oder Systemberater sich eine Tätigkeit ausgesucht hat, bei der er in erster Linie mit gewerblichen Mitarbeitern zu tun hat und möglicherweise der einzige Student ist. Wie sich verhalten in einer solchen Situation?

Wichtig ist zunächst einmal, dass man den anderen achtet. Nur, weil man das Privileg hat, selber einmal weitaus mehr zu verdienen als seine Kollegen, hat man kein Recht, auf sie herabzusehen. Gleichzeitig sollte es eine Selbstverständlichkeit sein, den Neuen gut aufzunehmen und nicht sein Mütchen an ihm zu kühlen. Geschieht letzteres nicht, sollte man nicht verzweifeln. Die direkte Frage, womit der andere sein Verhalten rechtfertige, wirkt häufig schon Wunder. Auch der Hinweis, dass man ihm Arbeit abnehme, ist absolut angebracht. Schließlich kann man auch darauf hinweisen, dass man in kurzer Zeit wieder weg sei und keinerlei Konkurrenz darstelle.

Es ist nicht notwendig, aufrichtig zu sein, wenn die Frage nach dem Studienfach kommt. Die Antwort „Politikwissenschaft” ist zwar ehrlich, wird in aller Regel aber Diskussionen auslösen. Am besten ist es, eine Disziplin zu nennen, die zu keinen Kontroversen Anlass bietet und gleichzeitig von solcher Natur ist, dass es für den Laien schwer ist, konkrete Fragen (die man dann natürlich nicht beantworten kann) zu stellen. Chemieingenieurwesen oder Mathematik bieten sich da an.

jetzt kommentieren? 21. Juli 2009

Wie verhält man sich Call Center Mitarbeitern gegenüber richtig?

Wer kennt das nicht? Man versucht, eine Firma, eine Organisation, einen Vertragspartner, etc. zu erreichen, und wo landet man? In einem Call Center. Häufig ist es dann so, dass der Herr bzw. - häufiger - die Dame, den/die man in der Leitung hat, von der Materie vergleichsweise wenig versteht und einem die gewünschte Information schuldig bleibt.

Was tun in einer solchen Situation?

Auch wenn es manchmal schwierig fällt: Man sollte seinen Ärger, auch wenn er in der Sache gerechtfertigt ist, niemals an dem Menschen am anderen Ende der Leitung auslassen. Der kann nämlich für gewöhnlich überhaupt nichts für die Situation, der ist nur das schwächste Glied in der Kette. Wie man an die gewünschte Information herankommt, ist eine zweite Sache; Tatsache ist, dass es nichts bringt und darüber hinaus allen Benimmregeln widerspricht, wenn man sein Mütchen an dem Callcentermitarbeiter kühlt.

Möchte man sich über die Sache an sich beschweren, sollte man jedoch nicht zögern, dies zu tun. Wichtig ist es, dabei stets sachlich zu bleiben und dem Gesprächspartner am anderen Ende der Leitung deutlich zu machen, dass man sich in keinster Weise über ihn beschwert, sondern über die Situation als solche.

Was man sich allerdings nicht gefallen zu lassen braucht, ist unverschämtes Verhalten von Seiten des Callcentermitarbeiters. Letzterer hat einen Job, der in der Regel alles andere als gut bezahlt und ziemlich stressig ist und in dem er fast ununterbrochen mit Menschen konfrontiert wird, die unzufrieden sind, sich geärgert haben, eine Beschwerde loswerden wollen, etc. Nur gibt ihm das nicht das Recht, seinen Frust an seinen Kunden abzureagieren.

Im Endeffekt sitzen beide, Mitarbeiter und Kunde, im gleichen Boot. Beide sind auf das Goodwill und das Verständnis des anderen angewiesen, und Goodwill und Verständnis zeigen wäre das, was der Freiherr von Knigge verlangt hätte, wenn denn zu seiner Zeit Callcenter schon bekannt gewesen wären.

jetzt kommentieren? 14. Juli 2009

So sollte man sich als Hundebesitzer verhalten

Er ist des Menschen bester Freund: Der Hund. So mancher liebt ihn mehr als seinen Ehepartner, mehr als alles andere auf der Welt. Ob das ganz normal ist, sei dahingestellt, ist aber für uns hier egal. Was der Einzelne für ein Verhältnis zu seinem Hund hat, muss er mit sich selbst ausmachen. Wichtig ist nur, dass die Liebe zu seinem Tier nicht dahin führt, dass andere Menschen davon beeinträchtig werden. Damit, also mit dem korrekten Verhalten von Hund und Herrchen gegenüber anderen Menschen, wollen wir uns hier befassen.

Ganz wichtig ist es, zu akzeptieren, und wenn es noch so schwer fällt, dass andere Menschen sich von einem Hund möglicherweise beeinträchtigt fühlen. Das bedeutet, der Hund sollte an der Leine geführt werden oder aber muss so erzogen sein, dass er auf der Stelle auf ein Signal seines Herrn reagiert. Zu rufen, „der ist ja ganz harmlos”, während sich das Tier freudig kläffend auf einen gerade zufällig vorbeikommenden Passanten stürzt, ist zum einen unverschämt, kann zum anderen auch zu einer Anzeige führen.

Wichtig ist auch, dass man die Leute davor warnt, den Hund nicht anzufassen oder es ihnen klipp und klar erlaubt. Auf die Frage, „darf ich ihn streicheln oder beißt er?”, mit „bisher hat er´s noch nicht getan”, zu antworten, gehört sich einfach nicht, führt unter Umständen auch dazu, dass Leute Hunden gegenüber weniger freundlich und tolerant eingestellt sind, und das zu provozieren ist gegenüber anderen Hundebesitzern extrem unsolidarisch.

Noch etwas gibt es, was viele Hundebesitzer für völlig normal, andere Menschen aber häufig als störend empfinden: Anhaltendes, lautes Kläffen des Hundes. Für viele stellt so ein Bellen eine Bedrohung dar, und das sollte man als Hundebesitzer akzeptieren.

Im Allgemeinen gilt: Am Verhalten des Hundes erkennt man, was für ein Mensch sein Herrchen ist.

jetzt kommentieren? 08. Juli 2009

Gruppenreisen: So verhält man sich richtig

Viele Reisen kann man realistischerweise nur in der Gruppe unternehmen. Dass dies nicht immer ohne Komplikationen abläuft, ist leicht vorstellbar, schließlich sind die Mitglieder einer Reisegruppe nicht miteinander bekannt und unterscheiden sich häufig in punkto Charakter, Temperament., etc. Trotzdem muss man natürlich miteinander auskommen, schließlich verbringt man die schönsten Wochen des Jahres miteinander, und es wäre einfach zu schade, sich diese gegenseitig zu vermiesen.

Hilfreich ist es, wenn man sich vor Beginn der Reise gegenseitig vorstellt und ein klein wenig über sich selbst erzählt, damit jeder Reiseteilnehmer weiß, mit wem er es zu tun hat. Macht der Reiseleiter diesen Vorschlag nicht von sich aus, sollte man ihn darum bitten, in aller Regel wird er dieser Bitte nachkommen.

Was man auf jeden Fall tun sollte, ist, den Wunsch nach Privatheit zu akzeptieren. Es gibt keinen Grund, warum ein Reiseteilnehmer, der seine Ruhe und möglichst wenig Kontakt mit anderen möchte, unbedingt dazu gebracht werden muss, mit den anderen auf freundschaftlicher Basis zu verkehren. Achten sollte man darauf, dass es keine Gruppenbildung gibt nach dem Motto, „du gehört dazu, du nicht“. Wer den Kontakt nicht sucht, ist natürlich weiterhin vollwertiges Mitglied der Gruppe,  das sollte ganz selbstverständlich sein.

Zu beobachten ist, dass es immer wieder Reiseteilnehmer gibt, die versuchen, ein besonderes Verhältnis mit dem Reiseleiter aufzubauen, nach dem Motto, „er und ich sind uns besonders nah“. Häufig geht so etwas von Menschen aus, die über vergleichsweise wenig Selbstvertrauen verfügen. So lange solch ein Verhalten nicht wirklich stört, sollte man es einfach übersehen. Nur wenn es sich dahingehend entwickelt, dass der Reiseleiter nicht mehr dazu kommt, seinen eigentlichen Pflichten nachzukommen, sollte man ihn auf das Problem hinweisen und auf eine Lösung drängen. Wie in allen anderen Fällen auch, sollte man hierbei diplomatisch vorgehen, denn ist der Streit erst einmal ausgebrochen, ist es zu spät.

 

jetzt kommentieren? 29. Juni 2009

Tipps für den Griechenlandurlaub

Andere Länder, andere Sitten- was mit diesem prägnanten Satz so einfach gesagt ist, kann in der Realität schnell in Schwierigkeiten ausarten. So kann das typisch deutsche Verhalten auf Reisen im Ausland schnell negativ aufgefasst werden. Zwar wird es selten Situationen geben, in denen aus dem falschen Auftreten echte Probleme resultieren, jedoch kann es durchaus sein, dass der Kontakt zu den Einheimischen dadurch erschwert wird. Es lohnt deshalb immer, vor der Reise einige Informationen zu dem besuchten Volk einzuholen.

 

Griechenland ist ein sehr beliebtes Reiseland; dass die Griechen sehr offen und herzlich auf Fremde zugehen, unterstützt die Beliebtheit sicherlich zu einem guten Teil. Die Fröhlichkeit der Einheimischen springt schnell auf Touristen über, und Gespräche ergeben sich sehr häufig. Die Sprachbarriere wird durch ausladendes Gestikulieren und einem Kauderwelsch aus Griechisch und Englisch überwunden, und unversehens steckt der Reisende in einer angeregten Plauderei. Die Griechen interessieren sich sehr für ihre Gegenüber und stellen viele Fragen, andersherum genießen sie es jedoch auch, im Mittelpunkt zu stehen und geben gerne und ausführlich über sich selbst Auskunft. Aus der Liebe zum Austausch resultiert oft auch eine gewisse Lautstärke, denn oft reden alle durcheinander. Wer hier die deutsche Zurückhaltung pflegt und darauf wartet, dass der Gegenüber fertig ist, kommt oft nicht mehr zu Wort. Griechen empfinden es nicht durchweg als unhöflich, wenn sie unterbrochen werden sondern fassen es als Interesse an dem Gespräch auf. Je nach Thema sollte dennoch darauf geachtet werden, dass der andere seinen Standpunkt vertreten konnte. Politik und Religion sind auch in Griechenland Themen, die möglichst umgangen werden sollten, besser eignet sich das Wetter oder ein Gespräch über die bereits in Griechenland verbrachte Zeit. Lob über ihr schönes Land hören alle Griechen gerne, damit muss also nicht gespart werden.

 

Wer sich bemüht, einige Wörter Griechisch zu verwenden, gewinnt schnell die Zuneigung der Einheimischen. Manchmal resultieren aus einem unverfänglichen Gespräch auch Einladungen- diese abzulehnen wird schnell als eine Beleidigung gewertet. In jedem Fall sollte sich der Besuch an die angegebene Uhrzeit halten und sich nicht deutlich verspäten. Gastgeschenke sind gern gesehen, aber werden nicht vorausgesetzt. Von spontanen und unangekündigten Besuchen sollte abgesehen werden, denn Griechen genießen ihre Ruhe in den eigenen vier Wänden. Treffpunkte für größere Gruppen liegen meist in Tavernen oder Bars, wo jeder kommt und geht wann es ihm beliebt. Wer eingeladen wird, sollte Hunger mitbringen, denn die Griechen lieben die Bewirtung von Gästen. Das Mahl ist in der Regel sehr reichhaltig. Darüber hinaus trinken die Griechen gerne in geselliger Runde, deshalb kann es sinnvoll sein, die Rückreise zum Hotel mit dem Taxi zu bestreiten.

jetzt kommentieren? 15. Februar 2009

Gesellschaften richtig ausrichten

Adolph Freiherr Knigge beschäftigte sich zu seinem Lebzeiten mit dem korrekten Auftreten anderen Mitmenschen gegenüber. Seine Feststellungen sollten keineswegs als Regeln aufgefasst werden, seine Beobachtungen hatten einen schlicht soziologischen Charakter. Dennoch wurden sie zu einer Art Vorlage des richtigen Benehmens, denn- so stellte Knigge fest- die korrekten Umgangsformen erleichtern das Miteinander ungemein und schaffen ein angenehmes Klima in der Gesellschaft.

Demzufolge wird vor allem in der Öffentlichkeit danach gestrebt, dem Ideal zu entsprechen. Gerade bei Einladungen zu Gesellschaften oder anderen eleganten Anlässen ist das Auftreten äußerst wichtig, denn nicht selten hängt an diesem auch das Ansehen im Beruf. Der Gastgeber sollte mit gutem Beispiel voran gehen und sich um eine möglichst ausgefeilte Ausführung bemühen.

Den Anfang macht die Einladung, die meist schriftlich an die Gäste verschickt wird. Diese sollte möglichst frühzeitig ausgegeben werden und alle wichtigen Daten bezüglich des Datums und der Uhrzeit und auch einen Hinweis auf die Kleiderordnung enthalten. Die Planung der eigentlichen Veranstaltungen macht den größten Teil der Arbeit aus. Das Ziel ist, der Gesellschaft einen leichten Anstrich zu verleihen, denn der Gast sollte nicht merken, wie viel Zeit und Mühe die Organisatoren darauf verwendet haben.

Bei sehr festlichen Anlässen wird den Gästen ein Menü gereicht. Hier sollten mehrere Varianten zur Wahl stehen. Dazu passend wird Wein serviert, Wasser steht zur eigenen Bedienung auf dem Tisch. Bei eher lockeren Gesellschaften kann auch auf ein Buffet zurückgegriffen werden. Der Vorteil ist hier, dass für jeden Geschmack etwas geboten wird. Der Nachteil ist jedoch, dass am Tisch ein ständiges Kommen und Gehen herrscht. Neben der Wahl des Essens ist vor allem die Sitzordnung wichtig. Gerade bei beruflichen Anlässen ist die Entscheidung, wer bei wem sitzen soll, nicht immer leicht.

Der Gastgeber sollte zudem einen Ablaufplan erstellen, wann Reden gehalten und Raucherpausen eingelegt werden. Es ist durchaus sinnvoll, diesen Plan frühzeitig zu entwerfen und ihn den Einladungen beizulegen. Kleiner Änderungen können dann immer noch vorgenommen werden.

Wer zum ersten Mal eine große Veranstaltung ausrichtet, findet in einem Ratgeber wichtige Anhaltspunkte. Hier wird auch darauf hingewiesen, welche Form der Empfang der Gäste haben sollte- frei nach Knigge, versteht sich.

jetzt kommentieren? 28. Oktober 2008