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Der Reise-Knigge für Asien

Ein Urlaub in einem fremden Land ist immer spannend und öffnet dem Reisenden neue Horizonte. Während des Aufenthalts sollte jedoch darauf geachtet, dass die Kultur des Reiselandes respektiert wird, das eigene Verhalten sollte entsprechend angepasst ausfallen. Gerade bei Fernreisen nach Asien kommt es sehr häufig zu kleineren und größeren Problemen den Umgang mit den Einheimischen betreffend, da die asiatische Kultur ganz anders aufgebaut ist als die unsere. Deshalb empfiehlt es sich, vor Antritt des Urlaubs einen Reise-Knigge zur Hand zu nehmen, der die Besonderheiten des Ziels beschreibt.

Die offizielle Begrüßung in Asien besteht aus einer kleinen Verbeugung, im Grunde werden nur der Kopf gesenkt und die Schultern ein wenig gebeugt. Händeschütteln ist den Asiaten fremd, eine Ausnahme ist hier Vietnam. Die sehr europäische Geste, mit dem Finger auf etwas oder jemanden zu deuten, wird in Asien nicht gerne gesehen. Besser ist, dieses Verhalten nach Möglichkeit einzustellen, damit sich kein Einheimischer dadurch belästigt fühlt. Auch auffällige körperliche Nähe zum Partner sollte in Asien nicht gezeigt werden.

Vor allem wer als Gast in ein privates Haus eingeladen wird, sollte sich gut mit der Kultur der Asiaten auskennen. Schuhe werden vor dem Betreten der Wohnung abgelegt, in der Regel halten die Gastgeber Hausschuhe für die Gäste bereit. Wer an der europäischen Tradition eines Gastgeschenks festhalten möchte, sollte darauf achten, dass es nicht in weiß verpackt ist. Auch weiße Blumen sollten nicht mitgebracht werden, denn Weiß steht in Asien für die Trauer. Anders als in Europa ist es nicht üblich, den Teller leer zu essen. Wer nichts übrig lässt, signalisiert Hunger und bekommt nachgelegt. Ein kleiner Rest dagegen bescheinigt dem Gastgeber, dass sein Essen geschmeckt hat und der Gast satt geworden ist.

 

Sicherlich ist das Verhalten immer auch durch den Aufenthaltsort bedingt. In kosmopolitischen Großstädten gelten die Regeln des Reise-Knigge oft nur in abgeschwächter Form. Auf regionale Besonderheiten wird in der einschlägigen Reiseliteratur in der Regel eingegangen. Ratgeber für Reisen ins Ausland und Reise-Knigge sind inzwischen in großer Auswahl erhältlich.

jetzt kommentieren? 08. November 2008

Der Knigge für die USA

Immer mehr Menschen ziehen ins Ausland, um dort zu leben und zu arbeiten. Gerade die USA zieht aufgrund der Größe und der vielfältigen Möglichkeiten viele Auswanderer an. Doch der Start ins neue Leben gestaltet sich nicht immer leicht. Wer sich für diesen großen Schritt entscheidet und Deutschland hinter sich lässt, sollte sich vorher gut darüber informieren, was ihn in den USA erwartet und wie er sich verhalten sollte, damit der Neuanfang gelingt. Inzwischen gibt es diverse Knigge-Ratgeber, die Urlaubern und auch Auswanderern nahe legen, welches Auftreten in den USA akzeptiert wird und womit man eher peinlich berührte Blicke auf sich zieht.

Amerikaner gehen freundlich auf andere Menschen zu. Schnell ergeben sich kurze Gespräche, und auch die Frage nach dem Befinden des Gegenübers gehört zum Smalltalk. Diese Frage ist jedoch eine Floskel und sollte keineswegs als Aufforderung verstanden werden, wirklich zu erzählen, wie es geht. Auch wenn oberflächliche Bekanntschaften schnell geknüpft werden, der Weg zu einer Freundschaft ist in den USA dagegen länger.

Hinsichtlich der Kleidung besteht kein großer Unterschied zu Deutschland. In der Freizeit kleiden sich die Amerikaner eher lässig und sportlich, für das Büro ist gegebenenfalls auch ein Hemd oder ein Anzug Pflicht. Hier sollte man sich wie auch in Deutschland den Gepflogenheiten im Unternehmen anpassen. Jedoch ist es in vielen amerikanischen Staaten nicht gern gesehen, wenn zu viel nackte Haut gezeigt wird. Auch an sehr warmen Tagen werden eher T-Shirts und knielange Beinkleider getragen, gerade Frauen sollten besser auf sehr knappe Oberteile kombiniert mit kurzen Röcken verzichten.

Wer in die USA auswandert, sollte die Vorstellung des leicht verdienten Geldes ablegen. Auch in Amerika muss für das Auskommen hart gearbeitet werden. Die Arbeitstage sind lang, zehn Stunden sind eher die Regel als die Ausnahme. Dagegen sind die Bedingungen für Selbständige etwas besser, da auch ungewöhnliche Ideen positiv aufgenommen werden. Doch auch in den USA müssen dafür die entsprechenden Bescheinigungen bei den Ämtern eingeholt werden.

Ein Neuanfang in Amerika ist mit weniger Barrieren behaftet als in anderen Ländern, da die ohnehin bereits sehr gemischte Bevölkerung Fremden gegenüber sehr offen ist. Dennoch sollte vor der Abreise ein Minimum an grundlegenden Informationen eingeholt werden, damit die Eingliederung in das neue Umfeld reibungslos gelingt.

jetzt kommentieren? 24. Oktober 2008