Posts gespeichert unter 'Knigge und Familie'

Die richtige Kommunikation mit Kindern

Die Kommunikation untereinander beeinflusst in sehr großem Maß jede zwischenmenschliche Beziehung. Ganz gleich, ob im Privatleben mit dem Partner, Familienmitgliedern oder Freunden oder auf der Arbeit mit den Kollegen: die Kommunikation bildet die Ebene, auf der wir einander begegnen. Dabei besteht die Kommunikation nicht nur aus den Dingen, die gesagt werden, sondern auch aus dem Tonfall und der Situation. Während Erwachsene oftmals auch aus unglücklichen Formulierungen die richtige Aussage herausfiltern können, fassen Kinder Gesagtes immer wortgetreu auf. Ironie und Sarkasmus kennen sie nicht, denn die kognitive Fähigkeit, diese Stilmittel anzuwenden und zu verstehen bildet sich erst im jugendlichen Alter heraus. Entsprechend vorsichtig sollten Erwachsenen in der Kommunikation mit Kindern vorgehen.

Um Zweifel zu vermeiden, sollte den eigenen Kindern immer deutlich gemacht werden, dass sie uneingeschränkt geliebt werden. Als Elternteil kommt man regelmäßig in eine Situation, in der das Kind gerügt werden muss, hier ist es sehr wichtig, den Kindern sachlich zu erklären, warum man sich gerade ärgert. Wesentlich dafür ist, die Aussagen auf sich selbst zu beziehen und nicht das Kind in den Mittelpunkt zu stellen. Wird dem Nachwuchs erläutert, warum die Erwachsenen ein gewisses Verhalten für unangebracht halten, kann es dieses für die Zukunft besser vermeiden. Dazu sollte dem Kind auch zu verstehen gegeben werden, dass die Eltern es auch dann lieben, wenn es sich einmal nicht vernünftig verhält.

Auch Vergleiche mit anderen sollten besser umgangen werden, denn diese geben dem Kind das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Besser ist, Stärken zu loben und an Schwächen gemeinsam zu arbeiten, denn so wird die Individualität des Kindes anerkannt. Kein Mensch kann alles gleich gut, daher sollten auch kleinere Defizite beim eigenen Kind hingenommen werden. Lob dagegen stärkt das Selbstbewusstsein und schafft den Anreiz, in allen Bereichen gute Leistungen zu erzielen. Dazu gehört auch, anderen Erwachsenen gegenüber nichts Negatives über den Nachwuchs zu äußern, vor allem dann nicht, wenn sich das Kind in Hörweite befinden könnte. Auch wenn dieses im Nebenraum spielt oder sich auf dem Spielplatz mutmaßlich weit genug entfernt befindet sollte es niemals der Mittelpunkt eines Gesprächs sein. Kinder hören weit besser als Erwachsene und schnappen so auch die Dinge auf, die nicht für ihre Ohren bestimmt sind.

Grundsätzlich gelten also für die Kommunikation mit Kindern die gleichen Regeln wie für den Umgang mit Erwachsenen, jedoch in deutlich verschärftem Maß.

jetzt kommentieren? 20. November 2008

Der Schwiegereltern-Knigge

Das erste Treffen mit den Eltern des Partners ist meist eine sehr verkrampfte Angelegenheit, schließlich möchte man einen guten Eindruck machen und sich mit den möglichen Schwiegereltern von Beginn an gut stellen. Dieses erste Treffen legt den Grundstein für die folgende Beziehung, die im besten Fall ein ganzes Leben anhält.

Auch für die Treffen mit den potentiellen Schwiegereltern gibt es einige Regeln, die den Besuch erleichtern. Zum einen muss die erste Einladung nicht unbedingt von den Älteren ausgehen, es spricht nichts dagegen, selber in die Offensive zu gehen und die erste Einladung auszusprechen. Das bringt zwei Vorteile. Zum einen wirkt eine solche Einladung sehr offen und entgegenkommend und signalisiert Interesse an der anderen Familie. Zum anderen kann das erste Kennenlernen dann auf bekanntem Boden stattfinden, in den eigenen vier Wänden fühlt man sich oftmals doch wohler. Auch die Gedanken für ein Gastgeschenk muss man sich dann zuerst einmal nicht machen, und aus einem Treffen ergeben sich oft Ideen für ein persönliches Mitbringsel zur Gegeneinladung.

Hinsichtlich der Kleidung sollten in keinem Fall zu große Umstände gemacht werden. Es ist immer besser, von Anfang an den Kleidungsstil zu präsentieren, den man selber wirklich bevorzugt. Schließlich soll das gegenseitige Verhältnis von Beginn an auf Ehrlichkeit beruhen, und niemand möchte sich über Jahre und Jahrzehnte hinweg bei jedem Besuch der Schwiegereltern verkleiden müssen.

Die Begrüßung sollte herzlich verlaufen, jedoch schafft eine Nachfrage beim Partner hier möglicherweise Klarheit bezüglich mancher Gewohnheiten. Bei vielen Familien ist es üblich, sich mit einem Kuss auf die Wange zu begrüßen- hier würde ein schlichter Händedruck schnell unterkühlt wirken. Andersherum kann eine Umarmung bereits zu viel des Guten sein.

Sind die ersten Hürden der Begrüßung erst einmal überwunden, geht der Rest des Abends fast von allein. Gesprächsthemen finden sich meist schnell, wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann den Partner jedoch im Vorfeld nach den Hobbys und Berufen der Eltern befragen.

jetzt kommentieren? 06. November 2008