Die richtige Kommunikation mit Kindern

20.November 2008

Die Kommunikation untereinander beeinflusst in sehr großem Maß jede zwischenmenschliche Beziehung. Ganz gleich, ob im Privatleben mit dem Partner, Familienmitgliedern oder Freunden oder auf der Arbeit mit den Kollegen: die Kommunikation bildet die Ebene, auf der wir einander begegnen. Dabei besteht die Kommunikation nicht nur aus den Dingen, die gesagt werden, sondern auch aus dem Tonfall und der Situation. Während Erwachsene oftmals auch aus unglücklichen Formulierungen die richtige Aussage herausfiltern können, fassen Kinder Gesagtes immer wortgetreu auf. Ironie und Sarkasmus kennen sie nicht, denn die kognitive Fähigkeit, diese Stilmittel anzuwenden und zu verstehen bildet sich erst im jugendlichen Alter heraus. Entsprechend vorsichtig sollten Erwachsenen in der Kommunikation mit Kindern vorgehen.

Um Zweifel zu vermeiden, sollte den eigenen Kindern immer deutlich gemacht werden, dass sie uneingeschränkt geliebt werden. Als Elternteil kommt man regelmäßig in eine Situation, in der das Kind gerügt werden muss, hier ist es sehr wichtig, den Kindern sachlich zu erklären, warum man sich gerade ärgert. Wesentlich dafür ist, die Aussagen auf sich selbst zu beziehen und nicht das Kind in den Mittelpunkt zu stellen. Wird dem Nachwuchs erläutert, warum die Erwachsenen ein gewisses Verhalten für unangebracht halten, kann es dieses für die Zukunft besser vermeiden. Dazu sollte dem Kind auch zu verstehen gegeben werden, dass die Eltern es auch dann lieben, wenn es sich einmal nicht vernünftig verhält.

Auch Vergleiche mit anderen sollten besser umgangen werden, denn diese geben dem Kind das Gefühl, nicht gut genug zu sein. Besser ist, Stärken zu loben und an Schwächen gemeinsam zu arbeiten, denn so wird die Individualität des Kindes anerkannt. Kein Mensch kann alles gleich gut, daher sollten auch kleinere Defizite beim eigenen Kind hingenommen werden. Lob dagegen stärkt das Selbstbewusstsein und schafft den Anreiz, in allen Bereichen gute Leistungen zu erzielen. Dazu gehört auch, anderen Erwachsenen gegenüber nichts Negatives über den Nachwuchs zu äußern, vor allem dann nicht, wenn sich das Kind in Hörweite befinden könnte. Auch wenn dieses im Nebenraum spielt oder sich auf dem Spielplatz mutmaßlich weit genug entfernt befindet sollte es niemals der Mittelpunkt eines Gesprächs sein. Kinder hören weit besser als Erwachsene und schnappen so auch die Dinge auf, die nicht für ihre Ohren bestimmt sind.

Grundsätzlich gelten also für die Kommunikation mit Kindern die gleichen Regeln wie für den Umgang mit Erwachsenen, jedoch in deutlich verschärftem Maß.

Artikel gespeichert unter: Knigge und Familie

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