Der Knigge und das Handy

10.Juli 2012

Gutes Benehmen lässt sich daran messen, dass ein Mensch sich in seiner Umgebung bewegt, ohne andere dabei zu stören oder zu behindern. Die Grundlagen des richtigen Verhaltens sind in einem Buch zusammengefasst, dass als der „Knigge” den meisten Menschen bekannt ist. Eine der wichtigsten Aussagen ist, dass anderen Personen immer Respekt und Achtung entgegengebracht werden sollte. Vor allem im Gespräch sollte man sich möglichst nicht ablenken lassen und dem Gegenüber uneingeschränkte Aufmerksamkeit widmen. Das gestaltet sich in Zeiten der ununterbrochenen Erreichbarkeit sehr schwierig. Nahezu jeder Deutsche besitzt inzwischen ein Handy, welches überall hin mitgenommen wird. Der Besitz eines solchen Geräts verpflichtet geradezu, es auch immer an zu haben und jedes Telefonat entgegen zu nehmen. Schließlich könnte der eine verpasste Anruf einen wichtigen Inhalt haben!

Dabei ist der Gebrauch eines Mobiltelefons keineswegs in jeder Situation angebracht. Sowohl im privaten als auch im beruflichen Umfeld gibt es Zeitpunkte, in denen es unbedingt ausgeschaltet sein sollte, damit man nicht unangenehm auffällt. Ein Geschäftstelefon sollte nach dem Feierabend nicht mehr genutzt werden, es sei denn, es liegt ein wichtiger Grund vor, der die Erreichbarkeit verlangt. Die kostbaren Momente des Tages, die man nicht auf der Arbeit verbringt, sollten dem Partner und der Familie gehören, ohne dass ständiges Telefonklingeln die Ruhe stört. Auch ein Besuch im Kino oder Theater gebietet ein zumindest lautlos geschaltetes Handy. Wenn ein wichtiger Anruf erwartet wird, kann es auch auf Vibrationsalarm gestellt und am Körper getragen werden. Ein Gespräch ist in jedem Fall dort zu führen, wo keine Besucher dadurch gestört werden. In Anlehnung an die Benimmregeln von Adolph Freiherr Knigge sollte es besser in Kauf genommen werden, dafür vor die Tür zu gehen, als sich den Unmut anderer Personen zuzuziehen. Auch im Restaurant gehört es sich nicht, die anderen Gäste durch einen eingehenden Anruf zu stören.

Darüber hinaus gibt es auch im Beruf einige Ausnahmesituationen, die den Gebrauch eines Handys verbieten. Dazu gehören Besprechungen jeder Art, Geschäftsessen, Termine mit Kunden und Geschäftspartnern und Vorträge. Auch hier sollte auf den Vibrationsalarm zurückgegriffen werden, wenn das Abschalten des Gerätes nicht möglich ist.

Gerade an dem Beispiel der Nutzung von Mobiltelefonen ist ersichtlich, dass die Inhalte des Knigge obwohl sie alt sind noch immer Aktualität besitzen.

Artikel gespeichert unter: Knigge

Ihr Kommentar

Pflichtfeld

Pflichtfeld, anonym

Folgende HTML-Tags sind erlaubt:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>

Trackback diesen Artikel  |  Kommentare als RSS Feed abonnieren


Kalender

September 2017
M D M D F S S
« Nov    
 123
45678910
11121314151617
18192021222324
252627282930  

Knigge Kurse Werbung

Aktuelle Artikel