So verhält man sich als Passagier auf einem Frachtschiff

02.Juli 2009

Kreuzfahrtreisen werden immer beliebter. Was früher den Reichen und Mächtigen dieser Welt vorbehalten war, ist heutzutage auch für Otto Normalbürger ein erschwingliches Vergnügen. Dass man auf Kreuzfahrtschiffen ein bestimmtes Maß an Etikette einhalten muss, ist dabei jedem Reisenden klar. Für einige ist das lästige, aber unumgängliche Pflicht, andere genießen es geradezu und schwelgen in Vornehmheit und Eleganz.

Es gibt aber auch Menschen, die zwar gerne eine Schiffsreise unternehmen möchten, die mit einer Kreuzfahrt jedoch nur wenig anfangen können - nicht zuletzt, weil sie die Etikette nicht mögen. Für solche Leute bietet sich die Reise auf einem Frachter an - den Prunk und den Glanz eines Kreuzfahrtschiffes findet man hier nicht, dafür aber realistisches Seemannsleben pur.

Auf einem Handelsschiff geht es natürlich weniger förmlich zu als auf einem Kreuzfahrer, schließlich fährt das Schiff nicht zum Vergnügen seiner Passagiere übers Meer. Eins aber steht fest: Auch als Passagier auf einem solchen Schiff hat man sich an bestimmte Regeln zu halten, schließlich verbringt die Besatzung eine lange Zeit auf ihrem Kahn, ohne zwischendurch nach Hause zu kommen, als Mitfahrer befindet man sich also für eine geraume Zeit gleichzeitig am Arbeitsplatz und am Wohnort der Crew.

Ganz wichtig ist es, die Leute nicht bei der Arbeit zu stören. Kapitän und Besatzung lassen einen nur zu gerne zuschauen - wenn es jedoch mal nicht geht, sollte man dies ohne Murren akzeptieren.

Der Komfort an Bord moderner Schiffe ist hoch, ein Luxusschiff ist so ein Handelsschiff jedoch nicht. Das muss einem vor Antritt der Reise klar werden - nichts ist nervenaufreibender als ein ewig meckernder und sich beschwerender Passagier.

Alkohol ist okay - sich betrinken ist ein absolutes Tabu. Aus Sicherheitsgründen, und weil man sich ein Recht herausnehmen würde, das die Mitglieder der Besatzung nicht haben.

Und schließlich sollte man niemals mit seinem Geld prahlen. Die ausländischen Seeleute verdienen häufig nicht mehr als tausend Dollar im Monat; es gehört sich nicht, ihnen den eigenen - relativen - Reichtum unter die Nase zu reiben.

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