Trampen: Wer diese Regeln beachtet, wird ungeheuer viel Spaß haben
30.Juni 2009
Es ist wirklich schade: Die Zeiten, in denen man an vor jeder Autobahnabfahrt, vor jeder Ausfallstraße junge Menschen mit abgewinkeltem Daumen am Straßenrand stehen sah, gehören der Vergangenheit an. Trampen: Früher war es absolut in, gehörte bei vielen jungen Leuten geradezu zum guten Ton. Aber heute, in Zeiten in denen fast jeder ein eigenes Auto hat, gibt es kaum noch Leute, die sich trampenderweise von A nach B bewegen. Das ist, wie gesagt, schade, denn Trampen macht Spaß, spart Geld, und man lernt eine Menge interessanter Leute kennen. Also, nichts wie raus und an die Straße, das nächste Auto, das nächste Abenteuer warten schon.
Eins ist klar: Wenn man mit völlig fremden Menschen eine längere Zeit auf engem Raum zusammen ist, muss man sich an gewisse Regeln halten. Die wichtigste ist gegenseitige Rücksichtsnahme. Das heißt zum einen, dass - weil der Fahrer dem Tramper einen Gefallen tut und nicht umgekehrt - er derjenige ist, der die Regeln festsetzt. Er bestimmt, wann Rast gemacht wird, ob in seinem Auto gegessen oder geraucht werden darf, was im Radio gespielt wird und ob er sich unterhalten möchte oder nicht. Mit anderen Worten: Der Fahrer ist der Boss, so wie einem Flugzeug der Pilot oder auf einem Schiff der Kapitän.
Andererseits ist es auch nicht so, dass der Fahrer machen kann, was er will, nach dem Motto, dies ist mein Fahrzeug, hier bestimme ich. Wer meint, wie ein Berserker oder gar betrunken fahren zu müssen, sollte keinen Anhalter mitnehmen. Das gleiche gilt für jemanden, der während des Fahrens nicht auf ohrenbetäubende Heavy Metal Musik oder seine superstarken Havanna-Zigarren verzichten mag. Und eins sollten sowohl Fahrer als auch Tramper beachten: Substanzen, die gegen das Gesetz verstoßen, sind absolut tabu.
Wer sich an diese Regeln hält, der wird - ob als Fahrer oder als Anhalter - eine Menge Spaß haben.
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