Krankenbesuche erfordern Einfühlungsvermögen

25.April 2009

 

 

 

Krankheiten und kleinere Unfälle gehören zum Leben eines Menschen. Viele Unpässlichkeiten lassen sich mit einer kurzen Bettruhe auskurieren, manchmal jedoch wird ein Aufenthalt im Krankenhaus notwendig. Dieser ist in der Regel unangenehm, denn der Patient ist sowohl in der Bewegungs- als auch in der Entscheidungsfreiheit stark eingeschränkt. Besucher sollten deshalb auf den Kranken viel Rücksicht nehmen und dessen Aufforderungen Folge leisten.

 

Sofern der Patient nicht ein direkter Verwandter oder ein enger Freund ist, sollte ein Besuch telefonisch abgesprochen werden. Vielen Menschen ist es nicht recht, wenn Kollegen oder Bekannte sie im Krankenhaus besuchen. Lehnt der Patient den Besuch also dankend ab, sollte dieser Wunsch uneingeschränkt akzeptiert werden. Ein Strauss Blumen und ein Karte kann auch ohne einen persönlichen Besuch geschickt werden und zeigt dem Erkrankten die Anteilnahme. Auch bei freudigen Ereignissen wie einer Geburt sollte erst gefragt werden, ob ein Besuch gewünscht ist.

 

Freut sich der Patient auf ein bisschen Unterhaltung, sollte der Zeitpunkt abgesprochen werden, damit nicht andere Freunde oder die Familie ebenfalls anwesend sind und der Kranke überfordert wird. Als kleines Mitbringsel eignen sich Illustrierte, Bücher oder auch ein Rätselheft, denn der Tag im Krankenhaus ist lang. Wer den Geschmack des Erkrankten nicht kennt, sollte unauffällig nachfragen oder ihn direkt ansprechen, ob er etwas benötigt. Essbares sollte nur den Kranken mitgebracht werden, die keine Schonkost erhalten. Im Zweifelsfall lohnt hier die Rücksprache mit dem Personal.

Während des Aufenthalts sollte der Besucher sich setzen, allerdings auf einen der bereitstehenden Stühle. An der Bettkante beginnt die Privatsphäre der Kranken! Hier dürfen sich nur wirklich enge Freunde und der Lebenspartner niederlassen- es sei denn, der Kranke fordert explizit dazu auf.

Die Gesprächsthemen sollten möglichst unverfänglich sein. Kollegen können durchaus etwas von der Arbeit erzählen, am besten natürlich etwas Lustiges. Auch vom letzten Ausflug oder dem Kinofilm am vergangenen Abend kann berichtet werden. Gut ist alles, das den Kranken für eine Zeit ablenkt. Nur wenn dieser von sich aus auf seine Erkrankung zu sprechen kommt, darf sie angesprochen werden.

Kommt der Arzt zur Visite in das Zimmer, sollte der Besuch unaufgefordert hinausgehen. Bei Frauen, die gerade entbunden haben und das Neugeborene stillen möchten, sollte zumindest angeboten werden, dass Zimmer zu verlassen. Auf jedem Gang befinden sich Sitzgelegenheiten, die der Besucher nutzen kann, bis er wieder hinein gebeten wird.

 

Ein Krankenbesuch sollte nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen, denn oft gibt sich der Besuch die Klinke in die Hand. Sofern die Möglichkeit besteht und der Erkrankte nicht an das Bett gefesselt ist, kann ein kleiner Spaziergang durch den Krankenhauspark unternommen werden. So rückt die bedrückende Enge des Zimmers für einige Minuten in die Ferne und der Kranke bekommt ein wenig Abwechslung. In jedem Fall aber sollte auf die Wünsche und Bedürfnisse des Erkrankten Rücksicht genommen werden.

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